Willkommen in der Streitschule!
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Die Zehn Gebote des Fairen Streitens

1. Du sollst nicht überrumpeln! Zum Streiten gehören immer zwei - und wenn einer Seite gerade überhaupt nicht nach einer Auseinandersetzung zu Mute ist, darf sie das getrost bekannt geben und einen anderen Termin vorschlagen.

2. Du sollst Dein Recht auf Auszeiten nutzen! Wem es im Eifer des Disputs zu eng oder zu brenzlig wird, der darf sich zu Zwecken der Beruhigung oder inneren Klärung kurzfristig zurückziehen.

3. Du sollst gewinnen wollen! Bei einem fairen Streit gibt es nicht Sieger und Besiegten, sondern zwei Gewinner: Wer siegen will, kann nicht fair streiten.

4. Du sollst herausfinden, was los ist! Der erste Schritt heißt "Selbstklärung". Was ist geschehen? Welche Gefühle löst das bei mir aus? Was denke ich darüber? Was brauche ich? Wie hätte ich es gern?

5. Du sollst nur von Dir selber sprechen! Wer über seine eigenen Gefühle, Bedürfnissse und Wünsche spricht, kann seine persönliche Welt erklären, ohne den Anderen zu verletzen.

6. Du sollst nicht angreifen und nie wieder "immer" sagen! Unterstellungen, Beleidigungen, Belehrungen, Vorwürfe, Pauschalisierungen, Verallgemeinerungen und Schimpfen sind verboten.

7. Du sollst zuhören! Unterbrechen gilt nicht. Dies ist die Gelegenheit, etwas über die Sichtweise der Gegenseite zu erfahren. Nachfragen ist erlaubt, Ausfragen nicht.

8. Du sollst nicht hetzen! Es geht darum, einander Zeit zu lassen und wirklich zu hören, was beide zu sagen haben. Vorschnelle Lösungen halten meist nicht, was sie versprechen.

9. Du sollst den Anderen anders sein lassen! Jeder hat das Recht auf sein ganz eigenes Denken, Wollen, Fühlen und Handeln. Keiner hat das Recht, den Anderen ändern zu wollen, nur weil er anders ist.

10. Du sollst lösungswillig sein! Wer eine faire Lösung anstrebt, muss auf gleicher Ebene mit dem Anderen verhandeln. Wer braucht wieviel von was, wann wozu?